Jeder   Mensch   hat   Angst.   Das   ist   gut,   denn   sie   schützt   uns.   Problematisch   wird es,   wenn   Ängste   die   Überhand   gewinnen   und   das   Leben   eines   Menschen   leidvoll bestimmen.   Anstatt   uns   zu   beschützen,   wird   die   Angst   selbst   zur   Bedrohung. Hypnosetherapie    kann    bei    Ängsten,    Phobien    und    Panikstörungen    wirksam helfen.      Wir      haben      mit      Hypnosetherapeut      Thomas      Theuerzeit      darüber gesprochen. Angst ist ein natürlicher Schutzmechanismus, aber wann wird Angst zum Problem? Wir   werden   mit   der   Fähigkeit   geboren,   Angst   zu   empfinden.   Diese   Fähigkeit   wirkt   wie ein    Alarmsystem    in    unserem    Körper,    was    uns    bei    Gefahr    hilft,    angemessen    zu reagieren.   Evolutionsbedingt   mit   Kampf,   Flucht   oder   Stillstand.   Angst   ist   also   eine sinnvolle   menschliche   Reaktion,   die   uns   das   Überleben   sichert.   Angst   wird   aber   dann zu   einem   Problem,   wenn   man   unter   ihr   leidet.   Weil   man   vielleicht   unangemessen   stark auf   einen   Angstauslöser   reagiert   oder   weil   man   mit   Angst   reagiert,   obwohl   überhaupt kein   Auslöser   vorhanden   ist.   Alleine   destruktive   Gedanken   können   das   Gefühl   von Angst   auslösen.   Betroffene   haben   oftmals   das   Gefühl,   dass   sie   die   Angst   nicht   mehr kontrollieren können und ihr Leben dadurch stark beeinträchtigt ist. Es gibt körperliche Symptome von Angst … Ja,    Angst    können    wir    im    Körper    spüren.    Die    Atem-    und    Herzfrequenz    werden beschleunigt    und    der    Blutdruck    steigt.    Die    Hände    werden    feucht,    es    kann    zu Hitzewallungen      und      Schweißausbrüchen      kommen.      Beklemmungsgefühle      im Brustbereich   bis   hin   zu   Atemnot   und   dem   Gefühl,   ohnmächtig   zu   werden,   Schwindel, Unruhe,   Taubheitsgefühle   und   ein   erhöhter   Spannungszustand   des   Körpers   sind   nur einige der vielen Symptome. Sie haben viele Patienten, die mit Angststörungen zu Ihnen kommen, was ist der Unterschied zwischen Angst, Panik und Phobie? Wie   gesagt,   ist   Angst   ein   natürlicher   Mechanismus   und   übernimmt   eine   Warnfunktion. Somit    wird    die    Aufmerksamkeit    und    Handlungsbereitschaft    in    Gefahrensituationen erhöht.    Von    einer    Phobie    spricht    man    dann,    wenn    sich    die    Angst    auf    spezielle Situationen,   Gegenstände,   Tätigkeiten   oder   Personen   bezieht.   Meist   verbunden   mit dem   Verlangen,   den   angstbesetzten   Anlass   zu   vermeiden.   Die   Panik   hingegen   ist gekennzeichnet   von   heftiger   und   überwältigender   Unruhe,   begleitet   durch   sehr   starke körperliche   Reaktionen.   Im   schlimmsten   Fall   kommt   es   zu   Übelkeit   und   Erbrechen oder dem bedrohenden Gefühl, verrückt zu werden. Kann man jede Form der Phobie mit Hypnosetherapie behandeln? Verallgemeinern   möchte   ich   das   nur   ungern.   Es   kommt   natürlich   immer   auch   auf   den einzelnen   Menschen,   seine   persönlichen   Hintergründe   und   seine   Konstitution   an. Aber die   Hypnosetherapie   ist   schon   ein   sehr   geeignetes   Verfahren   bei   der   Behandlung   von Phobien.   Gerne   wird   die   Hypnosetherapie   auch   in   Kombination   mit   weiteren   Verfahren, beispielsweise   der   kognitiven   Therapie,   angewendet.   Die   Prognosen   dabei   sind   recht gut. Was sind die häufigsten Phobien, mit denen Sie konfrontiert werden? Entgegen   der   vermutlich   landläufigen   Meinung   ist   das   nicht   die   Spinnenphobie.   In meiner    Praxis    behandle    ich    häufig    Ängste    vor    dem    Fliegen,    vor    dem   Autofahren, Ängste   vor   größeren   Menschenansammlungen   oder   in   engen   Räumen,   Ängste   vor sozialen Kontakten, aber auch vor Krankheiten im Allgemeinen oder im Speziellen. Können Sie ein Beispiel aus Ihrer Praxis nennen? Nun,   ein   jüngstes   Beispiel   ist   eine   Klientin,   die   unter   Hypochondrie   litt   –   also   der Angst an   einer   oder   mehreren   schweren   Krankheiten   zu   leiden.   Ein   ganz   wichtiger Aspekt   für die   Klientin   war,   zunächst   das   Krankheitsbild   zu   verstehen.   Allein   das   Wissen   darum hatte     schon     starke     therapeutische     Wirkung.     Das     kann     man     natürlich     nicht verallgemeinern,   aber   Psychoedukation   (die   Schulung   von   Menschen,   die   an   einer psychischen   Störung   leiden)   ist   schon   ein   sehr   wichtiger   Baustein   am   Anfang   einer Therapie. Wie gehen Sie bei einer Hypnosesitzung vor, gibt es Unterschiede in der Behandlung, je nachdem, mit welchen Problemen der Klient zu Ihnen kommt? Ja,    die    Sitzungen    sind    immer    auf    den    einzelnen    Klienten    und    seine    persönliche Thematik     ausgerichtet.     Am     Anfang     einer     Therapie     stehen     ein     ausführliches Vorgespräch    und    eine    Zielfestlegung.    Es    ist    wichtig,    dass    der    Klient    sich    in    der Therapie   wiederfindet   und   mit   den   vereinbarten   Zielen   identifiziert.   Das   steigert   die Motivation    zur    Mitarbeit    und    letzten    Endes    die    Aussicht    auf    einen    erfolgreichen Therapieverlauf. Was unterscheidet Hypnosetherapie von anderen Therapien? Zu   anderen   Therapiemethoden   gibt   es   sicherlich   Parallelen.   Grundsätzlich   kann   man sagen,   dass   die   Hypnosetherapie   lösungs-   und   kurzzeitorientiert   ist.   Wir   werfen   zwar einen   Blick   in   die   Vergangenheit,   halten   uns   da   aber   nicht   lange   auf.   Der   Fokus   ist   klar zukunftsorientiert   –   dorthin,   wo   das   gewünschte   Ziel   erreicht   ist.   Der   Klient   soll   sich mehr    und    mehr    mit    den    Gefühlen    und    dem    Empfinden    vertraut    machen,    in angstbesetzten   Situationen   angstfreier   zu   reagieren   –   ja   bestenfalls   völlig   angstfrei   zu sein.
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Hier lesen Sie bei RHEINEXKLUSIV, dem Livestyle Magazin für Bonn und Köln, das Interview   mit mir über die Hypnosetherapie bei Ängsten, Panik und Phobien.
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Thomas Theuerzeit Heilpraktiker (Psychotherapie) Pützchens Chaussee 148 53229 Bonn